Geschichte

1914 legte man den Grundstein, 1920 wurde das Haus nach der Unterbrechung durch den 1. Weltkrieg fertig gestellt. Man gab ihm den Namen „Betsaal“: Mein Haus soll ein Bethaus heißen! (Jes. 56). Es wurde darin gebetet und Gottesdienst gefeiert und in den 20er Jahren trafen sich hier Arbeitslose. Pfarrer Hanns Meyer widersetzte sich im Dritten Reich den Deutschen Christen und hielt sich zur bekennenden Kirche. Nach dem Bombenangriff auf Dinslaken wurden im Betsaal Verwundete gepflegt. Der CVJM gestaltete die Jugendarbeit, die Gemeindeschwester kümmerte sich um Kranke und Notleidende. Mehr und mehr wurde das Haus für Alt und Jung zur Heimat im Bezirk. Die Bewohnerzahl im Bruch wuchs mit den Jahren und das kirchliche Angebot ebenfalls. Deshalb ergänzte die Gemeinde 1993 einen Anbau. Die Räume bieten nun Platz für die große Anzahl der Gruppen und das lebendige Gemeindeleben quer durch alle Generationen.

Die alte Taufschale von 1920 liegt heute auf einem „Taufbrunnen“ mit vielen biblischen Motiven (Gestaltung: W. Polders). Bei jeder Taufe schaut nun ein Piepmösch, ein Spatz, zu. Er ist der Symbolvogel für die Bewohner des Bruch. Der Kevelaerer Goldschmied stellte auch den Bronzeständer für die Osterkerze her, gearbeitet nach Psalm 1: „Der ist wie ein Baum gepflanzt an den Wasserbächen...“.

Der Innenraum des Betsaals wurde von Gemeindegliedern des Bruchs gestaltet. B. Kipp entwarf die Fensterbilder und eine Gruppe von Frauen unter der Leitung von I. Hustadt nähte zwölf Quilts mit Motiven aus dem Alten und Neuen Testament zum Thema „Du sollst ein Segen sein“.

Betsaal Bruch, Wilhelminenstr. 12, 46537 Dinslaken

Kontakt: Pfarrerin S. Röser-Blase Tel. 732364