Abschied von Pfarrerin Röser-Blase

Eine neue Ära wird eingeläutet

Nach 16 Jahren verlässt Pfarrerin Sabine Röser-Blase den Betsaal Bruch

„Vertraut den neuen Wegen“ heißt ein bekanntes Kirchenlied, dass im Moment als Projekt „beGEISTert“ der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) auch mit Musikern aus Dinslaken auf YouTube zu sehen ist. Diesen neuen Wegen muß auch die Evangelischen Kirchengemeinde Dinslaken vertrauen, die nun im Betsaal Bruch ein neues Kapitel aufschlägt. Nach 16 Jahren ihres Dienstes im Seelsorgerbereich 2 zieht es Pfarrerin Sabine Röser-Blase weiter die Straße hinauf nach Walsum-Aldenrade.  Am Samstag, dem 20.06. verabschiedete sich die Seelsorgerin in einem – trotz Corona-Maßnahmen - kleinen festlichen Gottesdienst im Betsaal bei ihrer Gemeinde, den Mitarbeitenden und dem Kollegium. In ihrer Abschiedspredigt blickte Pfarrerin Röser-Blase inspiriert vom Predigtwort des „Großen Abendmahls“ aus dem Mathäusevangeliums sehr persönlich auf ihr Wirken zurück und das Leitmotiv ihres Dienstes, nämlich Menschen ins Haus Gottes einzuladen, wurde spürbar. Sie dankte der Gemeinde, die ihr ermöglichte selbst Teil der – in diesem Jahr - 100jährigen Geschichte des Betsaal und seiner Menschen gewesen zu sein. Die Skriba des Kirchenkreises Dinslaken Pfarrerin Kirsten-Luisa Wegmann nahm anschließend die Entpflichtung. Nach persönlichen Grußworten von Bürgermeister Dr. Michael Heidinger und dem katholischen Kollegen Pfarrer Barthel Kalscheuer gab es auf der Gemeindewiese des Betsaal am Erikaweg ein kleines Bläserkonzert des Bläserkreises Bruch und Raum für persönliche Abschiedsworte mit Sicherheitsabstand.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge vertraut sie nun den „neuen Wegen, auf die der HERR sie weist“. Als sie 2005 als Pfarrerin im Sonderdienst ihre Stelle antratt, hat sie damals - aus Essen kommend - mit ihren Töchtern eine neue, große Familie im Betsaal bekommen. Doch seit 2005 hat sich vieles im Gemeindeleben und in ihrer eigenen Biografie verändert. Die Kinder sind aus dem Haus, sie trägt wieder den  Geburtsnamen „Röser“  und sie ist in eine neue Lebensphase hineingewachsen, der sie ab dem 01.07. mit einem neuen Kapitel in der Dienstbiografie gerecht wird. Die kirchenkreisinterne Versetzung auf die Pfarrstelle in Aldenrade ist konsequent und gibt ihr bei en vielen Strukturveränderungen in der Evangelischen Kirche neue Gestaltungsmöglichkeiten. Die Möglichkeiten, die ja auch immer mit dem Wirken Gottes in seiner Kirche zu tun haben, drückt sich am Besten im Wochenspruch ihres Abschiedsgottesdienstes aus: „Kommt her zu mir, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken“ (Matthäusevengelium 11,28). Einladend und warmherzig hat sie die Geschicke des Betsaal ab 2008 eigenverantwortlich geführt. Die Frauen- und Famlienarbeit bildeten in Kombination mit dem Familienzentrum Brücher Spazennest einen Leuchtturm weit über den Bezirk hinaus. Die oft unsichbare aber wohltuende Seelsorgearbeit hat sie in den Wohnzimmern und an den Krankenbetten der Gemeinde vollbracht. Mit großem seelsorgerlichen Eifer und einem offenen Herzen hat sie sich in ihrer Gemeinde engagiert, große Teile der bereits intensiven Arbeit weitergeführt und sich mit Hingabe neue Arbeitsfelder angeeignet. Viele Gemeindeglieder danken ihr die gemeinsame Zeit. In seinem Grußwort ermunterte Bürgermeister Dr. Heidinger die Gemeinde sich den neuen Wegen nicht zu versperren: „Der Umbruch […] stellt die Gemeinde natürlich vor eine unbekannte Herausforderung. Wenn die Pastorin geht, ist das immer eine tiefe Zäsur. Hier kommt noch dazu, dass mit dem personellen Wechsel auch strukturelle Veränderungen einhergehen werden, und da muss sich das bislang vertraute Gemeindeleben erst einmal wieder neu orientieren.“ Wer die Orientierung gibt? - Durch Pfarrerin Sabine Röser ist jeder und jedem klar: Jesus Christus!

 

Bildunterschrift: Nach 16 Jahren nimmt das Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde Dinslaken in ihrer letzten Sitzung Abschied von seiner Pfarrerin Sabine Röser (mit Blumenstrauß) an den Stufen des Betsaal Bruch. Pfarrerin Röser wechselt innerhalb des Kirchenkreises in die Evangelische Kirchengemeinde Walsum-Aldenrade.

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