Abschluss und Ehrung

Kronenkreuzverleihung an Erika Tepel im Rahmen des Abschlussgottesdienstes für Seniorenbegleiterinnen

Am 31. März gab es gleich mehrere Gründe, in der Hiesfelder Dorfkirche zu einem festlichen Gottesdienst zusammen zu kommen. Der erste Grund: Die neun frisch gebackenen Senioren- und Demenzbegleiterinnen der Diakonie erhielten nach einer halbjährigen Fortbildung ihre Abschlusszertifikate. In dieser Ausbildung haben sie sich auseinander gesetzt mit Themen wie Begegnung und Kommunikation, Demenz und andere Erkrankungen im Alter,  Nähe, Distanz und Selbstfürsorge in der Begleitung, sowie mit Fragen rund ums Lebensende. Es war der 12. Ausbildungskurs dieser Art beim Diakonischen Werk Dinslaken in Kooperation mit dem Erwachsenenbildungswerk Nordrhein, dem Dachverband der Erwachsenenbildung in Düsseldorf.

Pastorin Yasmine Geppert, Leiterin der Fortbildung, gestaltete den Gottesdienst zusammen mit dem Hiesfelder Ortspfarrer Sven Hesse und den Ehrenamtlichen. Sie segnete die Absolventinnen im Rahmen des Gottesdienstes für ihr abwechslungsreiches, aber manchmal auch schweres Ehrenamt. Gerrit Heetderks, der Leiter der Ev. Erwachsenenbildung Nordrhein, überreichte den neun Frauen das Zertifikat als Senioren- und Demenzbegleiter. Aus eigener familiärer Erfahrung wisse er, so Heetderks, wie wichtig solche Besuche für alte oder dementiell erkrankte Menschen seien. Sie geben Anregung und durchbrechen die oft große Monotonie des Alltags.

Der zweite Grund für den Gottesdienst: in ihm überreichte Arnd Rutenbeck, Geschäftsführer des Diakonischen Werkes Dinslaken, das Goldene Kronenkreuz an Erika Tepel für ihr außerordentliches, langjähriges und vielfältiges Engagement. Das Kronenkreuz darf nur tragen, wer Jahre haupt- oder ehrenamtlich diakonische Arbeit geleistet hat. Wer Erika Tepel kennt, weiß, mit wie viel Leidenschaft und Energie sie sich einsetzt für die Dinge, die ihr am Herzen liegen. Sie hat sich mehr als ein Viertel Jahrhundert in verschiedenen Bereichen engagiert: Sie war Mitglied der Leitung des Kirchenkreises, war aktiv in der Telefonseelsorge, war Delegierte für die Rheinische Landessynode und hat in der Kirchengemeinde Dinslaken hat das Erzählcafé, einem Kulturcafé am Sonntag, installiert. Aber vor allem schlägt ihr Herz für die Seniorenarbeit.  Darum initiierte sie das Café Vergissmeinnicht, einen Treffpunkt in dem geschulte Ehrenamtliche sich um dementiell erkrankte Menschen kümmern. Außerdem war sie maßgeblich beteiligt an der Errichtung des Sinnesgartens an der Erlöserkirche. Nicht zuletzt hat sie 2005 zusammen mit der damaligen hauptamtlichen Erwachsenenbildnerin Gisela Bautz zusammen die Ausbildung zur Seniorenbegleitung im Kirchenkreis Dinslaken aus der Taufe gehoben und über viele Jahre geleitet. So war es auch stimmig, die Ehrung mit einem Abschlussgottesdienst dieser Ausbildung zu verbinden.

In seiner Dankesrede für Erika Tepel zitierte Rutenbeck den Gründer der SOS Kinderdörfer mit den Worten: „Alles Große in unserer Welt geschieht nur, weil jemand mehr tut als er muss.“ Erika Tepel, so Rutenbeck weiter, „hat über 25 Jahre etwas Großes in der Welt des Evangelischen Kirchenkreises Dinslaken bewirkt“. Sichtlich gerührt nahm die Geehrte das Kronenkreuz in Empfang.

Bei der anschließenden Feier im Gemeindehaus an der Kirchstraße gab es noch einmal viele wertschätzende und anerkennende Worte aus Kirchenkreis und Gemeinde für Erika Tepel. Aber auch Gerrit Heetderks, der Leiter des eeb-Nordrhein, der zum Jahresende in den Ruhestand geht, wurde ein herzlicher Dank zuteil. Auf seine Initiative hin entstand das Konzept der Qualifizierung in der Seniorenbegleitung beim eeb Nordrhein. Dieses Konzept der Stärkung des Ehrenamtes war ihm immer wichtig. Darum hat er es sich auch nie nehmen lassen, in all den Jahren die Abschlusszertifikate persönlich zu überreichen.

BU Kronenkreuz: v.li.: Susanne Jantsch (stellvertr. Superintendentin), Arnd Rutenbeck (Geschäftsführer Diakonie), Erika Tepel, Sabine Röser-Blase (Pfarrerin Dinslaken), Brigitte Kerber (Presbyteriumsvorsitzende Dinslaken)

 

Zertifikatsverleihung: Die neun neuen Seniorenbegleiterinnen mit Ausbilderin Yasmine Geppert (li) und dem Leiter des eeb-Nordrhein, Gerrit Heetderks (re)

Text und Fotos: Ruth Levin

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