Diakoniestation Dinslaken feierte 35-jähriges Jubiläum

Aufgehoben, verstanden und respektiert

„Rund 220 Menschen sind es täglich, rund 75.000 im Jahr, die von der Diakoniestation Dinslaken gepflegt, versorgt begleitet werden“, erläuterte Jutta Schilling, Geschäftsführerin der Ev. Sozialstationen GmbH, bei den Jubiläumsfeierlichkeiten im Ev. Gemeindehaus an der Kirchstraße in Hiesfeld. „Und Silvia Fisser ist seit 35 Jahren das Gesicht der Diakoniestation. Sie setzt sich für jeden Patienten engagiert ein. Das schätze ich so sehr an ihr“, betonte Schilling in ihrem Grußwort weiter. Dass auch die Patientinnen und Patienten das an der Arbeit der  der Diakoniestation Dinslaken schätzen, zeigte die große Resonanz, die die Einladung zu den Feierlichkeiten bei  denen fand, die von der Station versorgt werden. Der große Saal des Gemeindehauses war bis auf den letzten Platz besetzt.

Auch Geschäftsführer Hartfried Toennessen, der aus Altersgründen in Kürze ausscheidet, kann, wie er sagte, die Arbeit mit einem guten Gefühl niederlegen, weil er sie in guten Händen weiß.

Superintendent Friedhelm Waldhausen erinnerte sich an die Anfänge seiner Zeit als Gemeindepfarrer in Hiesfeld. „Damals waren es noch zwei Schwestern, die von der Gemeinde bezahlt wurden. Seitdem hat sich dieser praktische Zweig kirchlicher Arbeit  massiv verändert. Heute ist die Diakoniestation  neben den Sozialstationen Duisburg Nord und Mitte-Süd die Dritte im Verbund der Evangelischen Sozialstationen GmbH für die Kirchenkreise Duisburg und Dinslaken. Für mich“, so Waldhausen weiter, „ist das Kronenkreuz der Diakonie ein Bild dafür, dass bei der Diakonie die Menschen, die krank und bedürftig sind, ‚gekrönt‘ und geehrt werden. Sie erfahren Zuwendung und Hilfe und darin den Segen Gottes.“ Ähnlich sah es auch der stellvertretende Bürgermeister, Thomas Groß, der davon sprach, dass sich die Menschen bei der Diakoniestation  „aufgehoben, verstanden und respektiert fühlen“.

Dass bei einer Diakoniestation nicht immer alles beim Alten bleiben kann, sondern die Strukturen immer wieder an die sich verändernde gesellschaftliche und rechtliche Lage angepasst werden müssen, stellte Arnd Rutenbeck, Geschäftsführer des Diakonischen Werkes im Kirchenkreis Dinslaken, mithilfe eines Bildes dar. „Wenn ein Passagier auf einem Schiff, sich bei unruhiger See oder aufkommenden Unwettern nicht bewegt, sondern stur an seiner Stelle stehen bleibt, wird der Sturm ihn über Bord fegen. Aber wenn er seine Position ändert und sein Tun dem Sturm anpasst, wird er an Bord bleiben und auch wieder in ruhigere See kommen. So ist es der Diakoniestation durch den Zusammenschluss mit den Duisburger Stationen ergangen. Neue Wege lohnen sich!“ so Rutenbeck.

Nach den Worten der Gratulanten wurde gefeiert. Zu Kaffee und Kuchen präsentierte das Duo „Thekentratsch“ (Kertsin Saddeler-Sierp und Heike Becker) Kabarettistisches und Musikalisches.

Dabei nahmen sie manche Alltagsabsurdität auf gekonnt die Schippe. Ruth Levin

Fotos: Ruth Levin

Zurück