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  • Evangelische Gemeinden im Kirchenkreis Dinslaken haben ihre Presbyterien für die nächsten vier Jahre gewählt

Unter dem Stichwort „Aufkreuzen“ standen am vergangenen Sonntag, dem 14.2., die Presbyteriumswahlen in der Ev. Kirche im Rheinland. Auch in den Gemeinden des Kirchenkreises Dinslaken waren die Gemeindemitglieder aufgerufen, ihre Kirchenparlamente für die nächsten vier Jahre zu wählen. In sechs der acht Gemeinden konnten für dieses verantwortungsvolle Amt genug Männer und Frauen gefunden werden, so dass eine Wahl stattfand. In den Gemeinden Dinslaken und Spellen-Friedrichsfeld werden die Wahlen im Verlauf des kommenden Jahres nachgeholt.  Damit liegt der Anteil der Gemeinden, die wählen konnten, im Kirchenkreis Dinslaken bei  75%. Angesichts der landeskirchlichen Zahlen eine hervorragende Quote. Denn nach Angaben der Ev. Kirche im Rheinland liegt der hochgerechnete Anteil der Gemeinden, die eine Wahl durchgeführt haben, nur bei rund 40%.

So unterschiedlich wie die Gemeinden des Kirchenkreises, der sich über eine Fläche von Duisburg-Walsum bis Gahlen erstreckt und sowohl städtische Ruhrgebietsgemeinden als auch ländlich geprägte Niederrheindörfer zusammenbindet, so verschieden sind auch die Ergebnisse bei den Wahlen. Während Gahlen mit einer Wahlbeteiligung von 16,1% vergleichsweise gut dasteht, war es in den beiden Walsumer Gemeinden Aldenrade und Vierlinden sehr schwer, die Gemeindemitglieder zu mobilisieren. Dort lag die Beteiligung in beiden Gemeinden bei 6,6%. Doch selbst in Gahlen ist damit die Wahlbeteiligung deutlich zurückgegangen, lag sie doch bei der letzten Wahl 2012 noch bei fast 21%. Der Durchschnitt der sechs Gemeinden im Kirchenkreis, die eine Wahl durchgeführt haben, beträgt 9,5%. Das Mittel der Rheinischen Landeskirche liegt nach den ersten Berechnungen leicht niedriger bei 9,3%.

Interessant sind auch die Unterschiede im Frauenanteil in den Presbyterien. Auch hier nimmt Gahlen wieder eine Sonderrolle ein. Dort sind nur vier von 14 Plätzen von einer Frau besetzt (28,5%). Die Gemeindeleitung ist damit deutlich männlich geprägt. Auch hier ist es wieder eine Walsumer Gemeinde, die nahezu umgekehrt aufgestellt ist: in Walsum-Vierlinden sind 13 von 20 Plätzen weiblich besetzt (65%). In den anderen Gemeinden liegt der Anteil der Frauen bei 57,8 % (Götterswickerhamm), 52,9% (Hiesfeld),  46,6% (Hünxe) und 46,1% (Aldenrade). Daraus ergibt sich ein leichter Vorsprung der Frauen in den Leitungsgremien der Gemeinden (51%/ 2012: 49,5%)

Bei der Entwicklung der Altersstruktur der Presbyterien gab es einen leichten Ausschlag nach oben: Der Anteil der Presbyterinnen und Presbyter im erwerbsfähigen Alter ist im Vergleich zur Wahl 2012 (75%)  mit 65% leicht gesunken.  Die Quote der 45-59-Jährigen bildet aber immer noch  mit 43,7% eindeutig die stärkste Fraktion in den Gemeindeleitungen. Der jüngste Presbyter im gesamten Kirchenkreis ist der Gahlener  Nico Wischerhoff  mit 19 Jahren, der Älteste ist Arno Wolters aus Walsum-Aldenrade mit 74 Jahren.

Im März werden die neuen und wiedergewählten Presbyterinnen und Presbyter in Gottesdiensten in ihr Amt eingeführt. Diese Gottesdienste mit Segnung der Gewählten finden in den sechs Gemeinden am 6. März statt.  Die genauen Uhrzeiten und Orte  können den Veröffentlichungen in der Presse oder auf den Internetseiten der Gemeinden entnommen werden.

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