Evangelische Krankenhausseelsorgerin in Dinslakener Stadtkirche eingeführt

Während am Sonntagnachmittag zur Martinikirmes und zum verkaufsoffenen Sonntag viele Menschen durch Dinslaken und durch die gerade erst eröffnete Neutor-Galerie flanierten, gab es auch für den Evangelischen Kirchenkreis etwas zu feiern. Petra Schorberger-Waldhausen wurde mit einem Festgottesdienst in die kreiskirchliche Pfarrstelle als Krankenhausseelsorgerin eingeführt. Die frühere Hiesfelder Gemeindepfarrerin folgt damit Friedhelm Waldhausen als zuständige evangelische Seelsorgerin für das Evangelische Krankenhaus und das St. Vinzenzkrankenhaus in Dinslaken.  Waldhausen war im Sommer als neuer Superintendent gewählt worden und hat darum seine Tätigkeit in den beiden Krankenhäusern niedergelegt.

Der Gottesdienst wurde durch stimmungsvolle Streichermusik von Claudia Feldberg (Violine) und Karen Schneider (Cello) eröffnet. In ihrer Einführungsansprache griff die stellvertretende Superintendentin Susanne Jantsch anlässlich des bevorstehenden Martinstages das Bild des Mantels auf. Sie erinnerte an biblische Erzählungen, in denen  der Mantel eine Rolle spielt: die Eliageschichte, in der der Prophet Elia seinem Nachfolger den Mantel umlegt als Zeichen der Berufung. So werde auch der neuen Seelsorgerin der Mantel von ihren Vorgängern umgelegt als Symbol für Schutz, Wärme und Segen. „An Dir ist es nun“, so Jantsch, „den Mantel so zu ändern, dass er für Dich passt“. Im Bild des Mantels ist gerade zu St. Martin immer auch der Aspekt des Teilens im Blick, führte die Synodalassesssorin weiter aus.  Und sie erläuterte: „In der Tätigkeit als Seelsorgerin teilst Du durch Dein Zuhören und Deine Zuwendung die Wärme des schützenden Mantels auch mit den Patienten und Mitarbeitenden in den beiden Häusern.“

In ihrer Predigt verknüpfte Petra Schorberger-Waldhausen den Bibeltext des Sonntags mit dem Gedenken an die für Deutschland so einschneidenden Ereignisse des 9. November: die Reichspogromnacht vor 76 Jahren und den Fall der Mauer vor 25 Jahren.

Im Anschluss feierte die neue Krankenhausseelsorgerin im Ev. Gemeindehaus an der Duisburger Straße ihren beruflichen Neubeginn zusammen mit Vertreterinnen und Vertretern der beiden Krankenhäuser und des Kirchenkreises aber auch zusammen mit ihrer Familie und vielen Menschen aus ihrer früheren Gemeinde in Hiesfeld, die die Pfarrerin nur sehr ungern haben ziehen lassen.

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