Fotos vom Ostermarsch und Ankündigung Jazz-Gottesdienst für die homepage

Gottesdienste sind rituell gestaltet, wenig wird dem Zufall überlassen. Jazz ist eine freie Musik, in der Musiker sich von der Atmosphäre und dem Moment tragen lassen und häufig improvisieren. Passt beides zusammen?

Die Evangelische Kirchengemeinde will dazu Erfahrungen sammeln und lädt in diesem Jahr zu mehreren „Jazz-Gottesdiensten“ ein. Den Auftakt bildet am kommenden Sonntag, dem 15. April, ein Abendgottesdienst um 18:00 Uhr in der Stadtkirche.

Das Format knüpft an Gottesdienste an, wie sie unter dem Begriff „blue church“ und im katholischen Raum als „moonlight mass“ gefeiert werden. Dazu schreibt Dr. Horst Gorski, Vizepräsident im Kirchenamt der EKD: „Im Musizieren gestalten Körper, Seele und Geist in der Ordnung der Töne die Einsicht, dass die Welt letztlich in Ordnung ist. Doch dann sind da die “blue notes“, „blauen Noten“. Sie werden im Jazz und Blues verwendet. Es sind „Zwischentöne“ zwischen den Halbtönen der in Europa üblichen Zwölftonreihe. Sie sprengen die Ordnung, quietschen, knirschen. Viele empfinden es so, dass sie melancholisch klingen. Da wird fraglich, ob die Welt in Ordnung ist.“ So stellen Jazz-Gottesdienste einen unter vielen Versuchen dar, Kirche und gegenwärtige Lebenswelt anders als gewohnt ins Gespräch zu bringen.

Am 15. April geht es um Zeit-Erfahrungen und Zeit-Empfindungen im Spiegel der biblischen Emmaus-Geschichte. Für die Musik ist eine kleine Combo zuständig, die aus dem Saxophonisten Markus Zaja, Daniela Grüning am Piano und Michel Hillringhaus am Schlagzeug besteht. Inhaltlich wird der Gottesdienst von Dr. Angela Schwerdt, Prädikant Kai Laakmann und Pfarrer Armin von Eynern gestaltet.

 

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