Superintendent Friedhelm Waldhausen im Interview zu Umstrukturierungen im Evangelischen Kirchenkreis Dinslaken

Levin: Herr Superintendent, zum Jahresbeginn hat sich bei der Diakonie Dinslaken einiges getan. Ebenso bei der Ev. Kinderwelt. Was ist neu?

Waldhausen: In den letzten Jahren wurden Diakonie und Kinderwelt beide von einer Person geleitet. Nach dem Weggang von Arnd Rutenbeck, dem bisherigen Leiter, der beide Einrichtungen in Personalunion geleitet hat, haben wir strukturelle Veränderungen vorgenommen: Diakonisches Werk und Kinderwelt haben ab 1. Februar jeweils eigene Leitungen.

Levin: Gibt es neue Gesichter in der Leitung der beiden Abteilungen des Kirchenkreises?

Waldhausen: Ja und nein. Wir haben die Leitungspositionen zum Teil intern nachbesetzt, da fachlich gut qualifizierte Personen schon da sind und mit unseren Strukturen gut vertraut sind. Die Geschäftsführung des Diakonischen Werkes (DW) übernimmt die bisherige Stellvertreterin des Geschäftsführers, Frau Alexandra Schwedtmann. Sie arbeitet seit vielen Jahren als Diplom-Sozialpädagogin in der Sozialen Beratung der Diakonie und war auch seit 11 Jahren schon stellvertretende Geschäftsführerin. Ihre ständige Stellvertretung wird Nicole Mehring sein. Auch sie ist Diplom-Sozialpädagogin. Sie ist – neben der Stellvertretung für Frau Schwedtmann - ab sofort zuständig für den Bereich Fundraising beim Diakonischen Werk. Sie ist das neue Gesicht im Leitungsteam der Diakonie, weil sie erst seit letzten Sommer für uns tätig ist.

Levin: Bei der Diakonie setzen Sie also auf eine Mischung aus einer bewährten und einer neuen Kraft. Und bei der Kinderwelt?

Waldhausen: Da haben wir uns für eine ähnliche Kombination entschieden: Geschäftsführer der Ev. Kinderwelt (KiWe) ist ab sofort unser Geschäftsführer des Verwaltungsamtes, Herr Reimund Schulz. Er erhält diese Aufgabe dazu. Als Diplom-Betriebswirt ist bei ihm die geschäftliche Leitung unserer Kindertageseinrichtungen in guten Händen. Pädagogische Leiterin ist die Diplom-Sozialpädagogin Monika Engfer. Sie ist das neue Gesicht im Kirchenkreis. Seit dem ersten November ist sie bei uns tätig und wird die KiTas in den Gemeinden in ihrem pädagogischen Auftrag beraten und unterstützen. Herr Schulz und Frau Engfer werden in enger Zusammenarbeit die Leitung unserer 18 Kindertageseinrichtungen gestalten.

In beiden Abteilungen haben wir mit diesen Besetzungen eine Zuspitzung des Profils vorgenommen: bei der Kinderwelt ist ein deutlich pädagogischer Schwerpunkt gesetzt, bei der Diakonie ein sozialarbeiterischer. Damit sind beide Abteilungen gut neu aufgestellt für die Zukunft.

Levin: So weit die personelle Neuaufstellung im Kirchenkreis. Es gibt aber auch räumliche Veränderungen. Welche?

Waldhausen: Wir haben unsere Standorte für die Diakonie erweitert. Bislang waren wir mit mehreren Beratungsangeboten im Haus der Diakonie an der Wiesenstraße vertreten, mit dem Beratungszentrum Café Komm an der Duisburger Straße und mit dem Psychosozialen Zentrum für Flüchtlinge am Bahnhofsplatz 4-6. Dort ist seit dem 1.2. in den Räumen der ehemaligen Bahnhofsapotheke nun auch das Café Komm heimisch mit der Arbeitslosenberatung, der Sozialen Beratung, der Schuldner- und Insolvenzberatung. Der zweite neue Standort ist in Hiesfeld in den ehemaligen Räumen der Diakoniestation an der Sterkrader Str. 277. Dort finden Ratsuchende jetzt die Mitarbeitenden des Ambulant Betreuten Wohnens und der Jugendhilfe. Die offiziellen Eröffnungen für beide neue Niederlassungen stehen aber noch aus. Sowohl am Bahnhof, als auch in Hiesfeld sind wir nun an zwei sehr zentralen Orten neu präsent. Ähnlich wie mit unserem langjährigen Haus der Diakonie an der Wiesenstraße. Ich bin sehr froh, dass es uns gelungen ist, mit diesem neuen Standorten so nahe bei den Menschen zu sein, für die wir unsere Angebote vorhalten.


Foto: v.l. Friedhelm Waldhausen (Superintendent), Susanne Jantsch (für die Diakonie zuständige stellvertr. Superintendentin), Nicole Mehring (ständige Stellvertretung DW), Monika Engfer (Pädagogische Leitung KiWe), Reimund Schulz (Geschäftsführer KiWe),
es fehlt krankheitsbedingt: Alexandra Schwedtmann (Geschäftsführerin DW)

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