Gemeindeversammlung zur Lutherkirche in Lohberg

Die Evangelische Kirchengemeinde Dinslaken möchte die Lutherkirche erhalten aber verkaufen.

Dinslaken. Bei einer Gemeindeversammlung am Mittwoch, dem 12.12.2018 gab die Evangelische Kirchengemeinde Dinslaken in der Erlöserkirche bekannt, wie es mit der seit 2015 geschlossenen Predigtstätte Lutherkirche in Lohberg weiter gehen soll. Das geplante und angekündigte Kolumbarium, also ein Urnenfriedhof in der Kirche, wird nicht realisiert werden können. Nach Angaben des Presbyteriums ging dieser Überlegung ein langes Prüfungs- und Planungsverfahren voraus, welches darin mündete, dass ein Kolumbarium unwirtschaftlich und stark risikobehaftet sei. Zudem ist durch die Pfarrstellenentwicklung nicht abschätzbar gewesen, ob das notwendige Konzept einer Trauerbegleitung langfristig personell auszustatten sei.

Natürlich musste sich das Presbyterium der kritischen Frage der Gemeinde stellen, warum diese Kirche dann schon fast vier Jahre geschlossen ist, wo doch eine Nachnutzung noch gar nicht in trockenen Tüchern gewesen sei. Seitens des Presbyteriums musste eingeräumt werden: „Wir haben bei der anfangs schnellen und positiven Beantwortung der baulichen Fragen nicht damit rechnen können, dass sich die Beratungsprozesse der Wirtschaftlichkeits- und Rechtsfragen an anderer Stelle derart in die Länge zögen. Damit waren wir bis zum Sommer dieses Jahres blockiert“, so der Baukirchmeister.

„Leider schloss dieser Prozess mit einer negativen Prognose für das Kolumbarium und tatsächlich viel zu viel verschenkter Zeit. Es tut uns sehr Leid, dass wir durch den unklaren Verfahrensausgang auch die Gemeinde nicht früher informieren konnten. Nach dem Sommer haben wir dann in alle Richtungen überlegt und uns dafür entschieden, die Kirche im Dorf zu lassen, aber nicht mehr als Eigentümer“, ergänzte die Vorsitzende des Presbyteriums Brigitte Kerber. Das Presbyterium steht in Verhandlungen mit Kaufinteressenten, die bereits je ein geeignetes Nutzungskonzept vorgelegt haben. Wie die Verhandlungen und Entscheidungen verlaufen, wird im kommenden Jahr bekannt gegeben werden können.

Artikel: Pfr. Jan Zechel, stell. Presbyteriumsvorsitz, 14.12.2018.

 

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