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  • Rückblick: „Wir müssen bereit sein, unbequem zu werden!“ Prof. Dr. Mark Burrows referiert beim Pfarrkonvent am 14.11.2018
Prof Dr. Mark Burrows und Pfarrerin Ute Molitor

Am 14.11. wurde die Ausstellung „Frieden geht anders“ in der Dinslakener Friedenskirche am Abend offiziell eröffnet. Am Morgen desselben Tages hatten die Pfarrerinnen und Pfarrer des Ev. Kirchenkreises Dinslaken schon einmal die Gelegenheit, im Rahmen des Pfarrkonventes  die Ausstellung anzusehen, die vom kreiskirchlichen Ausschuss für Mission und Ökumene zusammen mit Martje Mechels vom GMÖ (Gemeindedienst für Mission und Ökumene) nach Dinslaken geholt und im Gemeindehaus an der Rotbachstraße aufgebaut worden ist. Der Konvent widmete sich bei seinem Treffen dem Thema „Kirche des gerechten Friedens“ und hatte dazu den Gastreferenten Prof Dr. Mark Burrows von der Ev. Hochschule Bochum und seine Frau, die in den USA tätige Pfarrerin Ute Molitor eingeladen.

Der aus Wisconsin (USA) stammende Burrows, der selber Mitglied der United Church of Christ (UCC) ist, zeichnete den Weg seiner Kirche mit der Friedensthematik nach. Dabei berief er sich auf den auch in den USA viel gelesenen deutschen Theologen Dietrich Bonhoeffer: „Unsere Berufung ist es, dem Evangelium in der Welt Raum zu schaffen. … Das Wort von der Liebe Gottes zur Welt versetzt die Gemeinde in ein verantwortliches Verhältnis zur Welt. Wo diese Verantwortung verleugnet wird, wird Christus verleugnet.“

Burrows beschrieb den Einsatz für den Frieden als Weg. Kirche könne immer nur auf dem Weg zu einem gerechten Frieden sein. Dabei gebe es aber keinen Frieden nur für einige. Frieden müsse immer auch mit Gerechtigkeit verbunden sein, weil er sonst nur ein Frieden für die, die davon profitieren, nicht aber für alle. In einer globalisierten Welt könne es gerechten Frieden aber nur geben, wenn er alle einbeziehe. Damit stellte Burrows sich deutlich gegen den Nationalismus der aktuellen amerikanischen Regierung und ihr „Amerika first“.

Und schließlich forderte er, dass gerechter Friede immer auch vor Ort verwirklicht werden müsse durch den Einsatz für Gefährdete, z.B. Flüchtlinge. Und er resümierte: „Für diese Aufgabe brauchen wir einander. Wir, die wir für den Frieden einstehen in den verschiedenen Kontinenten, brauchen einander – viel mehr als in den letzten Jahrzehnten. Kirche muss in der Friedensarbeit mit vielen Organisationen und Bewegungen zusammen arbeiten. Und wir müssen bereit sein, unbequem zu werden!“

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