Im Jahr 1611 kam es in Dinslaken zur Gründung einer lutherischen und einer reformierten Gemeinde. 200 Jahre lang lebten beide Gemeinden in dem damals sehr viel kleineren Dinslaken nebeneinander, das 1611 nur 800 Einwohner hatte. 1817 vereinigten sich beide Gemeinden und erkoren die bis dahin reformierte Stadtkirche zur gemeinsamen Kirche der neuen Gesamtgemeinde. Dies geschah unter dem Einfluss des preußischen Königs Friedrich III, der die Union der protestantischen Gemeinden in seinen Gebieten angeregt hatte.

Im 20. Jahrhundert stieg die Einwohnerzahl Dinslakens durch Industrie und Bergbau und nach dem 2. Weltkrieg auch durch die Flüchtlinge aus dem Osten enorm an. Damit stieg auch die Zahl der evangelischen Gemeindeglieder sprunghaft. Die Gemeinde reagierte darauf mit dem Bau weiterer Kirchen und Gemeindehäuser und mit dem Bau des Evangelischen Krankenhauses, das inzwischen dem Verbund des Klinikums Niederrhein angehört. Nun ist das Wachstum sichtbar an eine Grenze gekommen. Die Gemeindegliederzahlen und die Finanzmittel sind seit Jahren leicht rückläufig und fordern eine Umstrukturierung, die seit Jahren betrieben wird und deren Ende noch nicht absehbar ist.