Gemeindekonzeption der evangelischen Kirchengemeinde Dinslaken

1.) Grundlagen und Ziele

Dient einander - ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat - als gute Haushalter der vielfältigen Gnade Gottes. (1. Petr. 4, 10)

1.1.) Wir sind eine einladende Gemeinde

und gründen uns auf das befreiende, fordernde und ermutigende Evangelium von Jesus Christus. Es zu verkündigen, zu feiern und zu leben ist unser Anliegen. Dazu bieten wir Angebote in den Bereichen Gottesdienst, Bildung, Freizeit und Lebenshilfe an.

1.2.) Wir leben Gemeinschaft

in Gottesdiensten, im Gespräch, im Feiern von Festen und im sozialen Einsatz.
Wir nehmen uns gegenseitig wahr und begegnen uns mit Wertschätzung.
Wir begleiten Menschen durch die Höhen und Tiefen ihres Lebensweges.

Wir möchten, dass Menschen so, wie sie sind, Teil unserer Gemeinde sein können.

1.3.) Wir fördern Begabungen und Talente

In unserer Gemeinde leben Menschen mit unterschiedlichen Begabungen und Talenten. Wir unterstützen deren Entfaltung in der Einladung zu Mitarbeit und ehrenamtlichem Engagement. Wir wollen Verantwortlichkeit und Beteiligung von Menschen stärken.

1.4.) Wir feiern Gottesdienst

Im Zentrum des Gemeindelebens steht für uns der Gottesdienst in Anbetung, im Hören auf Gottes Wort, im Feiern der Tischgemeinschaft und in der Suche nach dem Sendungsauftrag des Einzelnen und der Kirche. Dazu trägt die Kirchenmusik in einem hohen Maße und in vielfältigen Formen bei. Wir sind eine Gemeinde, die gerne singt und musiziert!

1.5.) Wir brauchen die Tradition und wagen die Erneuerung

Was in der Vergangenheit in unserer Gemeinde gewachsen ist, ist uns wichtig. Dennoch befinden wir uns in einem Prozess der Neustrukturierung. Wir wollen aufeinander zugehen und voneinander profitieren, um den veränderten gesellschaftlichen Bedingungen gerecht zu werden.

1.6.) Wir tragen Verantwortung für unsere Ressourcen

Unsere Ressourcen sind: die Menschen und ihre Zeit, die Umwelt, Finanzen und unsere Sachmittel. Wir sind uns bewusst, dass unsere Ressourcen begrenzt sind. Bei unserem Handeln gehen wir deshalb sorgfältig, behutsam, gewissenhaft, verantwortlich und voraus planend mit ihnen um.

1.7.) Wir sind Partner

Wir stehen als Kirchengemeinde in einem offenen Dialog mit verschiedenen Partnern: im Kirchenkreis, in der Ökumene, im interreligiösen Dialog, im sozialen und politischen Handeln. Mit diesen Partnern wollen wir uns ergänzend austauschen, zusammen arbeiten und uns gegenseitig unterstützen. Wir bringen unsere Werte bewusst in diesen Dialog ein. Das beinhaltet, dass wir uns für andere Ideen öffnen und uns herausfordern lassen.

1.8.) Wir nehmen Stellung zu Ungerechtigkeiten und Not

Wir machen praktische und finanzielle Angebote für Menschen in schwierigen Lebenslagen – sowohl in unserer unmittelbaren Umgebung als auch in der Welt. Wir leben in Solidarität mit den Menschen in der Einen Welt. Wir engagieren uns für eine friedliche Lösung von Konflikten.

Auch wenn wir den Ansprüchen der Leitsätze nie ganz gerecht werden können, wollen wir uns immer wieder neu an ihnen ausrichten und uns an ihnen messen lassen.

2.) Die Kirchengemeinde mit ihren Zentren

2.1.) Struktur der Kirchengemeinde

Wir sind eine unierte Kirchengemeinde, deren Anfänge im Jahr 1611 liegen. Wir haben ca. 14700 Gemeindeglieder und sechs Pfarrstellen.
Dinslaken liegt an der Grenze zwischen Ruhrgebiet und Niederrhein und gehört zum Kreis Wesel.

2.2.) Die Zentren der Gemeindearbeit

Unsere Kirchengemeinde ist in sechs Seelsorgebereiche unterteilt. Die Gemeindearbeit findet an fünf Gemeindezentren statt: Friedenskirche, Betsaal Bruch, Stadtkirche mit Gemeindehaus Duisburger Str., Erlöserkirche, Lutherkirche Lohberg. (s. Karte)

2.3.) Sozialstruktur

Die Sozialstruktur unserer Gemeinde ist heterogen und entspricht der Darstellung im aktuellen Sozialbericht der Stadtverwaltung.

2.4.) Einbindung in Kirchenkreis, Landeskirche und Kommune

Unsere Gemeinde ist Teil des Kirchenkreises Dinslaken und der Evangelischen Kirche im Rheinland. Wir arbeiten mit den Einrichtungen und Gremien der Landeskirche und des Kirchenkreises zusammen. Wir pflegen verlässliche Beziehungen zu kommunalen Institutionen, zu Vereinen und Selbsthilfegruppen und kooperieren mit ihnen.

3.) Handlungsfelder der Kirchengemeinde

3.1.) Gottesdienst

3.1.1.) Gottesdienststätten

Unsere Gottesdienststätten sind die Stadtkirche, der Betsaal Bruch, die Erlöserkirche und die Friedenskirche. Darüber hinaus feiern wir regelmäßig Gottesdienste im Evangelischen Krankenhaus und in den Seniorenheimen St. Franziskus, Wilhelm-Lantermann-Haus und Alfred-Delp-Haus. Unregelmäßig finden Gottesdienste im Gemeindehaus Duisburger Str. und unter freiem Himmel statt.

3.1.2.) Gottesdienstordnung

Die Gottesdienstordnung folgt der vom Presbyterium beschlossenen Form und ist lutherisch geprägt. Die Gottesdienste in den Seniorenheimen folgen der Form des reformierten Wortgottesdienstes.

3.1.3.) Gottesdienstzeiten

Die Gottesdienstzeiten werden regelmäßig veröffentlicht.

3.1.4.) Abendmahl

In allen Gottesdienststätten wird mindestens einmal im Monat das Abendmahl gefeiert, dazu an den hohen kirchlichen Feiertagen. Zum Abendmahl eingeladen sind alle getauften Christen und Kinder in Begleitung ihrer Eltern. Das Abendmahl wird mit Wein und Traubensaft gereicht.

3.1.5.) Besondere Gottesdienste

Wir feiern gerne Gottesdienste in besonderer Form wie Familiengottesdienste, ökumenische Gottesdienste und „Kirche im Grünen“.

3.1.6.) Kindergottesdienste

Wir feiern mit Kindern in vielfältigen Formen Gottesdienst. Dabei wird Gottes Wort auf kindgerechte Weise verkündigt. Diese Gottesdienste können von Gemeindegliedern geleitet werden, die für ihren Dienst vorbereitet und begleitet werden.

3.1.7.) Schulgottesdienste

Wir feiern Schulgottesdienste mit Kindern und Jugendlichen aller Schulformen, um ihnen Glauben und Kirche näherzubringen und sie in ihrer Entwicklung zu begleiten. Die Kinder und Jugendlichen werden altersgemäß mit biblischen Geschichten vertraut gemacht und in die christliche Gemeinschaft und ihre Feste eingebunden.

3.1.8.) Amtshandlungen

Amtshandlungen sind Ausdruck des kirchlichen Lebens. Zu ihnen gehören Taufe, Trauung und Bestattung. Sie sind kirchliche Lebensbegleitung und Begegnung mit dem Evangelium in besonderen Situationen. Amtshandlungen bedürfen einer seelsorgerlichen Vorbereitung. Eine Begleitung danach ist wünschenswert.

3.2.) Diakonie

3.2.1.) Krankenhausseelsorge

In den Krankenhäusern arbeiten die hauptamtlichen Krankenhausseelsorger mit ehrenamtlich Mitarbeitenden zusammen. Wir besuchen Gemeindeglieder und unterstützen sie und ihre Angehörigen. Es ist uns wichtig, dass Menschen in Krisensituationen spüren, dass sie von Gott getragen und Teil unserer Gemeinschaft sind.
In Absprache mit den Krankenhausseelsorgern halten wir im Krankenhaus regelmäßige Gottesdienste. Auf Wunsch feiern wir am Krankenbett Abendmahl.

3.2.2.) Gemeindliche diakonische Arbeit

Im diakonischen Handeln wenden wir uns Menschen in schwierigen Lebenssituationen zu. Wir nehmen uns Zeit, hören zu, bieten Orientierung und Hilfe. Dabei sind wir offen für Menschen mit unterschiedlichen Lebensentwürfen und Glaubenserfahrungen.

3.2.3.) Übergemeindliche diakonische Arbeit

Als Ergänzung zu unseren gemeindlichen Hilfen fördern wir die professionelle kreiskirchliche Diakonie und kooperieren mit ihren Diensten. Wir erwarten von der kreiskirchlichen Diakonie die Bereitschaft, im Kirchengemeindeleben mit ihren Angeboten präsent zu sein.

3.3.) Seelsorge

Wir begleiten Menschen aller Altersgruppen seelsorgerlich auf ihrem Lebensweg. Dies geschieht durch haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitende und in den unterschiedlichen Arbeitsfeldern der Gemeinde. Wir unterstützen übergemeindliche Formen der Seelsorge, z. B. in den Krankenhäusern, bei der Telefonseelsorge und bei der Notfallseelsorge.

3.4.) Kirchenmusik

Wir sind eine Kirchengemeinde, die gerne singt und musiziert. Unsere Kirchenmusik dient der Verkündigung des Evangeliums und dem Lob Gottes. Sie berührt Menschen aller Generationen durch Chor- und Instrumentalmusik. Sie bietet Raum für vielfältige Lernerfahrungen und kann seelsorgerlich wirken. Sie fördert die Persönlichkeitsbildung und stärkt die Gemeinschaft. So trägt sie zum Aufbau der Kirchengemeinde bei, fördert ihr Zusammenwachsen und entwickelt Strahlkraft auch über die Kirchengemeinde hinaus.

3.5.) Gruppen im Gemeindeleben

Durch altersgerechte Angebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene vermitteln wir gemeinsam, lernend wie lehrend, die christliche Botschaft. Wir geben Anregungen in Glaubensfragen, benennen und leben Werte und beteiligen uns an der Diskussion ethischer und gesellschaftlicher Fragen.

3.5.1.) Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

Die Angebote dieses Arbeitsbereichs unserer Kirchengemeinde richten sich an Kinder und Jugendliche unabhängig von ihrer Herkunft, Konfession, Bildung und sozialen Voraussetzungen. Sie lassen Kinder und Jugendliche in die Kirchengemeinde hineinwachsen. Sie vernetzen die Kinder- und Jugendarbeit mit anderen Arbeitsfeldern der Kirchengemeinde.
Sie zeichnen sich aus durch Freiwilligkeit, durch altersgemäße Verkündigung christlicher Inhalte und bieten Gemeinschaftserfahrungen zum sozialen Reifen. Sie fördern das Selbstwertgefühl von Kindern und Jugendlichen. Diese können ihre unterschiedlichen Begabungen einbringen. Sie werden geschult zum ehrenamtlichen Engagement und lernen, Verantwortung zu übernehmen. Sie sind im Fachausschuss Jugendarbeit des Presbyteriums vertreten und haben Mitspracherecht.

3.5.2.) Konfirmandenunterricht

Im Konfirmandenunterricht vermitteln wir grundlegende Inhalte christlichen Glaubens. Wir üben mit den Jugendlichen Rituale und gottesdienstliche Praxis ein. Durch das Zusammensein in der Gruppe erleben sie Gemeinschaft. Wir regen sie an, über sich selbst und ihre Werte nachzudenken.

3.5.3.) Familienarbeit

Wir geben Familien die Möglichkeit, einen Platz für sich in der Kirchengemeinde zu finden. Generationsübergreifend können sie so gemeinsam Kirche erleben. Besondere Angebote sind z.B. Familiengottesdienste, -freizeiten und kirchenmusikalische Gruppen.

3.5.4.) Seniorenarbeit

Wir bieten älteren Menschen die Möglichkeit, Gemeinschaft zu erfahren. Als Gruppe geben sie sich gegenseitig Lebenshilfe bei der Bewältigung ihres Alltags. Sie bereichern und tragen mit ihrer Lebens- und Glaubenserfahrung die Gemeindearbeit.

3.5.5.) Kindertagesstätten

Die Kindertagesstätten der Evangelischen Kinderwelt dienen der frühkindlichen Bildung. Für unsere Kirchengemeinde sind sie Orte, die Kindern und Eltern eine frühe Begegnung mit dem Evangelium ermöglichen. Deswegen begleiten wir die Einrichtungen mit Gottesdiensten, religionspädagogischen und seelsorgerlichen Angeboten für Kinder, Eltern, Erzieherinnen und Erzieher. Wir erwarten, dass sich die Einrichtungen in das Kirchengemeindeleben einbringen.

3.5.6) Angebote für Menschen in der Lebensmitte

Wir freuen uns, dass sich Menschen in der Lebensmitte mit ihren Erfahrungen, Gaben und Fragen einbringen. Dies geschieht unter anderem in Frauen- und Männergruppen sowie Hauskreisen.

3.6.) Mission, Ökumene und interreligiöser Dialog

Wir sind als christliche Gemeinde eingebunden in die Gemeinschaft der weltweiten Christenheit und bereit zum Austausch, zur Zusammenarbeit und zu ökumenischem Lernen. Wir bringen unser Profil und unsere Stimme in den Dialog mit anderen Konfessionen und Religionen ein.

3.6.1.) Ökumene vor Ort

Die Spaltung der Kirche widerspricht dem Auftrag Jesu zur Einheit der Christen (Joh 17). Diese Erkenntnis hat in unserer Gemeinde zu einer gewachsenen evangelisch-katholischen Partnerschaft geführt. Wir feiern regelmäßig ökumenische Gottesdienste, den Weltgebetstag der Frauen und weitere gemeinsame Veranstaltungen. Wir praktizieren ökumenische Gastfreundschaft. In der Charta Oecumenica von 2006 haben wir unsere Partnerschaft festgeschrieben und uns zu ihrem Ausbau verpflichtet. Ebenso pflegen wir die Kontakte unter den evangelischen Gemeinden vor Ort im Rahmen der Evangelischen Allianz.

3.6.2.) Partnerschaften und Ökumene weltweit

Neben den nahen wissen wir uns auch den fernen Glaubensgeschwistern verbunden. Wir pflegen z. B. eine Partnerschaft zur evangelischen Gemeinde in Frankfurt/Oder und unterstützen Christen in Sierra Leone. Wir unterstützen die Arbeit der Vereinten Evangelischen Mission und anderer Missionswerke unserer Kirche. Wir schätzen den Austausch und die Begegnung mit Christen in aller Welt, den die Evangelischen Kirchentage ermöglichen.

3.6.3) Mission und interreligiöser Dialog

Es ist uns ein Anliegen, Menschen mit der christlichen Botschaft in Kontakt zu bringen, z.B. durch Glaubenskurse oder die Vorbereitung zur Taufe. Seit vielen Jahren beteiligen wir uns am jüdisch-christlichen Dialog und pflegen gutnachbarschaftliche Kontakte zu muslimischen Gemeinden vor Ort.

4.) Dienste

4.1.) Presbyterium als Leitungsorgan

Das Presbyterium hat die geistliche Leitung inne und verantwortet die Geschäftsführung der Gemeinde. In ihm arbeiten haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitende gleichberechtigt zusammen. Die Mitglieder des Presbyteriums respektieren einander auch bei unterschiedlichen Meinungen und streben einmütige Entscheidungen an.

4.1.1.) Presbyterium als geistliche Leitung

Das Presbyterium verantwortet die Verkündigung des Evangeliums und die Sakramentsverwaltung im Sinne der Kirchenordnung und des Gemeinde-Leitbildes. Das Evangelium bildet die Grundlage aller Entscheidungen des Presbyteriums.

4.1.2) Geschäftsführung durch das Presbyterium

Das Presbyterium trägt die Verantwortung, zukunftsorientiert mit den Ressourcen der Gemeinde umzugehen. Dies geschieht arbeitsteilig insbesondere in folgenden Aufgabenfeldern:

4.1.2.1) Verwaltung

Die Verwaltung berät das Presbyterium und achtet zusammen mit ihm auf die Einhaltung der Verwaltungsordnung und der Gesetze. Sie führt die Entscheidungen des Presbyteriums aus. Das Gemeindebüro als Anlaufstelle für praktische Fragen aus dem Gemeindealltag ist Bindeglied zwischen Gemeindegliedern und der Verwaltung.

4.1.2.2) Finanzen, Gebäude und Personal

Das Presbyterium entscheidet über die Verwendung der Finanzen. Es entscheidet über den Erhalt der Gebäude, damit Gemeinde dort Heimat finden kann. Es trifft Personalentscheidungen für die Ämter und Dienste der Gemeinde.

4.1.2.3) Öffentlichkeitsarbeit

Um die Gemeinde zu informieren und in die Gesellschaft hineinzuwirken, nutzen wir Öffentlichkeitsarbeit in vielfältigen Formen, z. B. durch den Gemeindebrief „Forum“, Presseankündigungen und unsere Homepage.

4.2.) Haupt- und Nebenamtliche

Alle haupt- und nebenamtlich Mitarbeitenden wählen aus ihrem Kreis die Mitarbeitendenvertretung (MAV). Sie achtet auf die korrekte Anwendung des Kirchengesetzes und arbeitet vertrauensvoll mit dem Leitungsgremium zusammen. Das Presbyterium beachtet die kirchlichen Gesetze zum Schutz der Mitarbeitenden. Durch regelmäßige Gespräche erhält es Kenntnis von ihrem Arbeitsalltag und kann sich so frühzeitig mit Problemen auseinandersetzen. Das Presbyterium ermöglicht den Mitarbeitenden Fortbildungen und hält zuverlässig Kontakt zu ihrer Vertretung.

4.3.) Ehrenamtliche

Unsere Gemeinde lebt wesentlich vom ehrenamtlichen Engagement, in dem sich die Vielfalt der Begabungen unserer Gemeindeglieder entfaltet. Wir schätzen die Mündigkeit und Mitsprache der Ehrenamtlichen bei der Entwicklung des Gemeindelebens und sorgen für ihre Begleitung, Unterstützung und Qualifizierung. Ehrenamtlich Mitarbeitende zu gewinnen bleibt stetige Aufgabe.

5.) Ausblick

Als Kirchengemeinde sehen wir uns gefordert, in einer verstärkt säkularen und religiös pluralistischen Gesellschaft unsere Botschaft zu leben und zu vertreten. Wir rechnen damit, dass die Zahl unserer Gemeindeglieder abnimmt und sich unsere finanzielle Situation verschlechtern wird.
Die große Anzahl unserer Gebäude zu erhalten, die z.T. unter Denkmalschutz stehen, ist eine zunehmend schwierige Aufgabe. In diesem Bereich denken wir über die Schließung kirchlicher Gebäude nach.
Dennoch möchten wir mit unserer Botschaft verstärkt Menschen überzeugen, aktive Gemeindeglieder zu werden oder zu bleiben.

5.1.) Unverzichtbares für die Zukunft

Grundlage allen Gemeindelebens ist und bleibt das Evangelium. Um die Botschaft Jesu weiterzutragen, ist es unverzichtbar, dass sich in den einzelnen Arbeitsfeldern der Gemeinde haupt-, neben-, und ehrenamtlich Mitarbeitende engagieren. Für die gemeindliche Arbeit müssen geeignete Räume in ausreichender Zahl vorhanden sein. Es ist uns wichtig, Kirche vor Ort mit vielfältigem Gemeindeleben zu sein.

5.2.) Pläne

In naher Zukunft werden wir uns mit folgenden Themen beschäftigen:

  • Ausbau der innergemeindlichen Kooperation
  • Spezialisierung in einzelnen Seelsorgebereichen / Gemeindezentren
  • Kooperation hinsichtlich Mitarbeitenden und Gebäuden zwischen Gemeinden des Kirchenkreises
  • Fundraising

6.) Frist der Überprüfung

Wir überprüfen die vorliegende Gemeindekonzeption, wenn dieses erforderlich ist oder spätestens nach Ablauf von 10 Jahren.

Die Gemeindekonzeption wurde vom Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde Dinslaken im Jahre 2013 beschlossen.