Repair-Café wegen Corona wieder geschlosen

Leider muss das Repair-Café ab sofort wegen den verschärfen Corona-Einschränkungen wieder schließen. Der geplante Temmin am 20.11. muss abgesagt werden.

Repair Cafe

 

Wer hat die Situation schon nicht mal selbst erlebt? Im Haushalt funktioniert ein Gerät plötzlich nicht mehr. Irgendwas ist kaputtgegangen oder manchmal ist im Computer oder am Gerät etwas nur falsch eingestellt. Nicht jeder ist so geschickt oder hat die Kenntnis, es dann selbst reparieren zu können. Man möchte ja nicht alles wegwerfen, nur weil irgendwas nicht klappt. Handwerksbetriebe scheuen oft solche „Kleinigkeiten“ zu reparieren; das ist zu teuer und manche Handwerker würden eben auch lieber neue Geräte verkaufen.

Seit einigen Jahren ist aus Holland ein gegenläufiger Trend zu beobachten. In Repair-Cafés www.repaircafe.de werden einmal im Monat defekte Geräte von ehrenamtlichen Helfern repariert. Es wird gerne gesehen, dass der Besitzer gemeinsam mit dem Reparateur das Gerät repariert, da dann das Wissen über die Reparatur weitergegeben werden kann. Auch in Deutschland werden immer mehr Repair-Cafés gegründet, um dem Wegwerftrend entgegen zu treten.

Die Reparaturen sind kostenlos, Spenden werden gerne gesehen.

Lesen Sie hier den Bericht der Rheinischen Post in RP-Online vom 18.2.2019: https://rp-online.de/nrw/staedte/dinslaken/repair-cafe-im-betsaal-bruchist-gelebte-nachhaltigkeit_aid-36818945

Kontakt: Udo Radmacher, Augustaplatz 2, 46537 Dinslaken

Tel.: 02064/4771149

E-Mail: udo.radmacher@t-online.de

Bericht vom 1. Repair Café

Punktlandung

Am 24.10.2014 fand das erste Repair Café im Betsaal Bruch von 10 – 14 Uhr statt. Schon kurz vor Beginn waren die ersten Interessenten da, um mitgebrachte Dinge reparieren zu lassen. Es wurden die verschiedensten Sachen gebracht: Laubbläser, Toaster, Lampen, Stereoanlage, Videorekorder, Staubsauger, Funktastatur, Funkmaus, Fahrradtasche … Insgesamt waren es 26 Teile. Alle Teile – bis auf die Fahrradtasche – konnten in der veranschlagten Zeit bearbeitet werden. Aus dem Bereich Textilien und Fahrräder wurden leider keine Dinge gebracht, deren Reparatur wir aber auch anbieten.

Alles wurde genau untersucht und ca. 50% konnte  auch repariert werden. Manchmal konnte man aber nur feststellen, dass bestimmte Dinge wirklich irreparabel defekt waren oder es sich finanziell wirklich nicht mehr lohnte, sie zu reparieren. Oft waren kreative Ideen gefragt, z.B. als eine Lederaktentasche repariert wurde, indem der Griff mit einer neu zu setzenden Schraube an einer Metallschelle befestigt wurde. Die Besitzerin war überglücklich, diese Tasche wieder repariert und damit wieder voll funktionstüchtig mit nach Hause nehmen zu können.

Bei Kaffee und Kuchen konnten die Besucher auf die Reparatur warten oder evtl. bei der Reparatur mit helfen. Die Stimmung war sehr gut und die vier Stunden vergingen wie im Fluge.